Die Qualitätpyramide
Für
eine Appellation wie den Soave, die unabdingbar mit einer Rebsorte
(Garganega) und dem Territorium verbunden ist, ist es wichtig, heute
vermehrt und entschieden sämtliche Informationen aufzugreifen,
die aus der Forschung hervorgehen (Zonenunterteilung und Selektion),
um in kurzem Zeitraum die tatsächliche Qualität der Weine
einschneidend zu verbessern, Weine und önologische Projekte
zu ändern und das Herkunftsgebiet unter jedem Gesichtspunkt
aufzuwerten.
All dies wurde von einer wesentlichen und tiefgreifenden Änderung
der Produktionsvorschriften begleitet. Insgesamt haben wir die Ursprungsbezeichnung
qualitativ neu organisiert, wozu die Lagen nach klimatischen, orographischen
und pedologischen Eigenheiten unterschieden wurden, um so eine Qualitätspyramide
zu erhalten, die den Winzern neue, konkrete Produktionsziele gibt,
durch die der Einsatz im Weinberg aufgewertet und die an den Konsumenten
gerichtete Kommunikation vereinfacht wird.
“Guter Alltagswein, feiner Wein aus Hügellage, extrem
feiner Wein aus der Flasche”: Diese kommerzielle Unterscheidung
der SoaveProduktion stammt aus einem Schriftstück von 1900
anlässlich einer internationalen Ausstellung in Verona. Eine
natürliche und logische Qualitätspyramide, die durch die
neuen Produktionsregeln für den Soave erreicht werden soll.
An der Spitze findet sich der Soave Superiore DOCG, hervorgegangen
aus Auslese und strengem Vorgehen, um eine maximale Qualität
zu erzielen.
Darunter der Soave di collina sowohl in der Version Classico, falls
im historischen Gebiet angebaut, wie in der Version Colli Scaligeri.
Den unteren Teil der Pyramide bildet der Soave DOC, ein Wein mit
idealem Preis-Leistungsverhältnis. |