Die Trauben
Für
eine Ursprungsbezeichnung stellt die Rebsortenzusammensetzung, gemeinsam
mit dem Anbaugebiet und der Anbaumethode, eines der wesentlichen
Elemente dar.
Soave kann sowohl historisch gesehen wie durch die Größe
bedingt als origineller Beobachtungspunkt für die Entwicklung
der Auslese sowie des Schutzes des Weinbaubestandes dienen, aus
dem dieser Wein hervorgegangen ist. Bereits zu Beginn des 20.
Jahrhunderts hatte die Forschung im Soave, als einzigem der berufenen
Anbaugebiete der Veroneser Qualitätsweine, eine spezifische,
mit dem (überwiegend vulkanischen) Boden verbundene Identität
festgestellt, welche diese Gegend von den anderen historischen Zonen
wie Bardolino und Valpolicella unterscheidet. Umweltbedingungen
und Bodenbeschaffenheit haben somit zu einer natürlichen Auslese
der Rebsorten geführt, die nur hier ihre maximale Qualität
zum Ausdruck bringen.
Die Sorten Garganega und Trebbiano di Soave, so wie
wir sie heute kennen, sind aus einer langen gegenseitigen Einwirkung
zwischen Rebsorte und ihrer Umgebung hervorgegangen, und in den
letzten Jahren hat der Mensch seinen besonderen Teil dazu beigetragen.
Die
Garganega-Traube ist nicht übermäßig aromatisch,
besitzt jedoch einen ausgeprägten Duft, in dem Mandeln und
weiße Blüten am deutlichsten zu erkennen sind; biologisch
gesehen durchläuft sie eine langsame Entwicklung und reift
erst im Oktober; ihre Schale ist sehr hart und in reifem Zustand
ausgesprochen gelb (beinahe rot).
Der Säuregehalt ist nicht besonders markant, interessant erscheint
aber das ausgewogene Verhältnis zwischen Extrakten und Zucker.
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